Welche Versicherungen braucht es beim Hausbau?

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Wenn Sie sich entschließen, ein Haus zu bauen, ist das nicht nur mit hohem Kostenaufwand, sondern auch mit vielen Gefahren verbunden. Um sich hier gegen Schäden jedweder Art abzusichern, können Sie sich durch individuelle Versicherungen, die auf die jeweilige Bauphase abgestimmt sind, absichern.

Unterschiedliche Sachversicherungen schützen während der Bauphase

Eine wichtige Versicherung ist die Feuer-Rohbauversicherung, die sowohl Ihren Rohbau als auch das fertige Gebäude, das allerdings noch nicht bewohnt ist, schützt. Meist ist diese Police Voraussetzung, wenn Sie von der Bank einen Kredit zur Finanzierung des Baus bekommen. 12 Monate ab Baubeginn ist dank dieser Versicherung das Gebäude und die Baumaterialien vor Brand, Blitzschlag und Explosion geschützt. Eine weitere wichtige Maßnahme zum Schutz Ihres Baus ist die Baufertigstellungsversicherung, die gewährleistet, dass ein unverschuldeter Baustopp nicht finanziell zu Ihren Lasten geht. Geht ein Baupartner während der Bauphase Konkurs, deckt die Police die Mehrkosten, die ein anderer Baupartner für die Fertigstellung eventuell verlangt. Eine der wichtigsten Versicherungen während des Hausbaus ist die Bauleistungsversicherung. Diese war früher auch als Bauwesenversicherung bekannt und gewährleistet, dass der vereinbarte Fertigstellungstermin auch eingehalten wird. Deshalb können Sie sie als eine Art Kaskoschutz für Ihr neues Zuhause bezeichnen. Sämtliche Schäden und Zerstörungen, die an Baumaterial oder Bauleistung während der Bauphase entstehen, werden von ihr übernommen.

Schutz für den Bauherren und seine Helfer

Haftpflichtversicherungen kennt man vom Privatleben oder von der Autonutzung. Doch auch beim Hausbau gehört sie zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Sie deckt nämlich alle Schäden, die an Personen oder Sachen in Zusammenhang mit der Baustelle entstehen können. Als Bauherr haben Sie nämlich die Verantwortung während der Bauphase den Architekten bzw. Bauunternehmer sorgfältig auszuwählen. Ebenso haben Sie aber die Pflicht die Aktivitäten während der Bauzeit zu überwachen und dafür zu sorgen, dass Sicherheitsvorschriften entsprechend eingehalten werden. Wenn Sie selbst bei der Entstehung Ihres neuen Zuhauses mitarbeiten, sind Sie wahrscheinlich auch auf die Hilfe von Verwandten und Freunden angewiesen. Damit diese bei eventuellen Unfällen auf der Baustelle oder während der Bauzeit abgesichert sind, sollten Sie über den Abschluss einer Bauhelfer-Versicherung nachdenken. Sie haben die Option, dass Sie eine private Bauhelfer-Unfallversicherung abschließen, bei der Sie die Helfer ohne Nennung von Namen gemeldet und versichert werden. Der Schutz beginnt dabei bei Betreten der Baustelle während der Bauzeit und endet mit dem Verlassen des Baugeschehens. Diese Versicherung hat eine Laufzeit von maximal einem Jahr, wobei Sie beachten sollten, dass der Weg von und zur Baustelle nicht von Versicherungsleistungen umfasst ist.

Eine Restschuldversicherung gewährleistet Schutz vor Zahlungsausfällen

Je nachdem wie hoch der Kredit für Ihren Hausbau ist, lohnt sich der Abschluss einer Restschuldversicherung. Viele Finanzierungsunternehmen bestehen ab einer gewissen Summe darauf, da sie damit während der Bauzeit vor Zahlungsausfällen geschützt ist. Wenn Sie unverschuldet in die Situation geraten, dass Sie die Kreditraten nicht mehr zahlen können, kommt dieser Schutz zum Tragen. Meist wird er in Kombination mit einer Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen. Das bedeutet, dass im Todesfall restliche Schulden durch die Versicherungssumme gedeckt sind. Sollten Sie während der Bauzeit krank oder arbeitslos werden, werden die Kreditraten für einen festgelegten Zeitraum ebenfalls von dieser Versicherungsform gedeckt.