Unser Haus wächst mit

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Hausbau ist eine finanziell sehr aufwendige Angelegenheit. Gerade bei jungen Paaren oder Jungfamilien ist das Geld oft knapp, beim Bau des Eigenheims beschränkt man sich daher auf das Nötigste. Was aber, wenn die Familie wächst oder später eventuell die Tochter samt Schwiegersohn im Haus wohnen möchte? Bei der Planung des Hauses kann man schon dafür sorgen, dass es später mit den familiären Gegebenheiten mitwachsen kann.

Ein Klassiker ist die Schaffung zusätzlicher Räume im Keller. Schlafzimmer wird man hier wohl nicht unterbringen, aber bei genügend natürlichem Licht ist ein Home Office oder eine Waschküche mit Bügelstation durchaus denkbar. Wichtig ist eine gute Isolierung der Kellerräume, ebenso muss für ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt sein. Häuser in Hanglage haben hier deutliche Vorteile, ragt die Vorderfront des Kellers mehr als 1,5 Meter aus dem Boden so ist auch Wohnraum möglich, denn hier kann man großflächigere Fenster einbauen.

Die zweite Variante zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums ist der Dachbodenausbau. Über die zu erzielenden Flächen entscheiden Dachneigung und Firsthöhe, verzichten Sie lieber auf ein paar Quadratmeter anstatt Räume zu schaffen bei denen die Dachschräge 30 Zentimeter über dem Boden beginnt. Solche Zimmer wirken bedrückend und sind darüber hinaus schwierig einzurichten. Lieber weniger Wohnraum, der aber sinnvoll angelegt und gut zu nutzen. Neben dem Dachausbau, der in Trockenbauweise finanziell und technisch wenig Aufwand erfordert, können Sie ihr Haus auch aufstocken und so ein zusätzliches Regelgeschoß schaffen. Kosten und Aufwand sind bei dieser Variante natürlich höher, die gewonnene Fläche aber deutlich größer. Wird eine komplette Wohneinheit neu geschaffen, so sollte man den Anbau eines Stiegenhauses erwägen. So ist es gewährleistet, dass niemand durch die Wohnung der anderen gehen muss, um in seine Wohnung zu gelangen.

Sie haben eine Terrasse geplant? Prima! Ist diese Terrasse mit einem soliden Fundament errichtet, so können Sie Ihr Wohnzimmer später einmal durch einen Wintergarten erweitern und so zusätzlichen Wohnraum schaffen. Je nach Größe und Anordnung der Terrasse ist auch die Errichtung von einem oder auch mehr Zimmern möglich. Ähnlich verhält es sich mit einem kompletten Zubau. Der Anbau eines oder mehrerer Räume im Erdgeschoß schafft unter Umständen eine schöne Terrasse für die Räume im ersten Stock, diese Terrasse lässt sich dann ebenfalls als Wintergarten oder Wohnraum ausbauen. Sie sehen also, ein Haus kann durchaus mit der Familie mitwachsen.

Bei all diesen Erweiterungsmaßnahmen ist natürlich auf die gesetzlichen Vorgaben ebenso zu achten wie auf die kommunalen Bauvorschriften. Bedenken Sie auch, dass viele Arbeiten nur durch Professionisten ausgeführt werden dürfen. Speziell bei Heizungen, elektrischen Anlagen und bei statisch relevanten Arbeiten müssen Sie die Finger davon lassen, trotzdem bleiben genügend Betätigungsfelder für engagierte Heimwerker.