Papierkram – so geht es weiter

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Sie haben ein Grundstück gefunden, dass Ihnen perfekt gefällt. Doch was nun? Bevor Sie nun den ersten Spatenstich in Angriff nehmen können, müssen Sie viele Behördengänge und Formalitäten erfüllen. Schließlich gehört Ihnen das Grundstück noch nicht. Doch selbst, wenn das Grundstück bereits Ihnen gehört, dauert es noch eine ganze Weile, ehe Sie überhaupt anfangen können zu bauen. Denn in Deutschland müssen Sie einige Formalitäten erfüllen, ehe Sie die Erlaubnis bekommen hier tätig zu werden.

Pläne, Pläne, Pläne

Es gibt im Bereich der Bauvorschriften eine kaum zu überblickende Anzahl unterschiedlicher Pläne, die mehr oder minder wichtig für Sie sein können. Angefangen beim einfachen Lageplan, über den Flächennutzungsplan, den Bebauungsplan und den qualifizierten Bebauungsplan. All diese Pläne können für Sie und Ihre Baustelle wichtig werden. Zentral und für jeden Einsatz enorm wichtig ist in jedem Fall der Bebauungsplan. Denn von diesem hängen bei einem Bauprojekt alle wichtigen Faktoren ab, da dieser die für Sie wichtigen, verbindlichen Angaben enthält. Verstößt Ihr Bauprojekt gegen die im Bebauungsplan angegebenen Daten und Fakten, kann dies zu enorm großen Schwierigkeiten führen. Hier sollten Sie darauf achten, diese Vorgaben exakt umzusetzen.

Viele Dinge müssen praktisch zeitgleich passieren

Nur wenige Menschen können aus eigenen Mitteln eine Immobilie bauen. In der Regel sind hierfür Kredite notwendig, die gefunden, verhandelt und abgeschlossen werden müssen. Zeitgleich müssen Sie, um diese Kredite überhaupt zu bekommen, einen vernünftigen Bebauungsplan erstellen lassen und eine Abschätzung der zu erwartenden Kosten haben. Sie müssen also zunächst einmal für einen Bebauungsplan sorgen. Dieser kann entweder über eine Baufirma in Auftrag gegeben werden, die Ihnen neben dem Plan in der Regel auch direkt eine Aufschlüsselung der Gewerke liefert und somit bereits eine Vorkalkulation der Kosten vornimmt. Alternativ können Sie sich an einen freien Architekten wenden und von diesem einen Hausplan zeichnen lassen. Erst ein solcher Plan bietet Ihnen eine solide Grundlage, anhand der Sie die weiteren Behördengänge erledigen können.

Was sie alles für eine Baugenehmigung benötigen

Um ein Haus zu bauen müssen viele Formulare vorgelegt werden. Neben dem Kaufvertrag für das Grundstück sind in vielen Fällen Bodengutachten wichtig und verpflichtend. Der Bebauungsplan liegt in der Gemeinde aus und kann dort gegen einen Kostenbeitrag kopiert werden. Ein Grundbucheintrag muss ebenfalls vorhanden sein und dokumentiert den Wechsel des Besitzers. Für viele dieser Dinge benötigen Sie die Hilfe eines Notars, der Ihnen bei den wichtigen vertraglichen Dingen zur Seite steht und diese sowohl erledigt, als auch beglaubigt. Erst durch all diese Pläne, Dokumente und Beweise können Sie zum einen eine Bauerlaubnis, zum anderen einen Kredit beantragen. Vor allem der Grundbucheintrag ist für viele Banken ein wichtiger Faktor.

Das Grundstück und die Immobilie als Sicherheit

Wenn Sie ihren Hausbau finanzieren möchten, so müssen Sie in vielen Fällen die Bank mit ins Grundbuch aufnehmen. Dies bedeutet allerdings, dass durch den Notar und die Eintragungen noch weitere Kosten auf Sie zukommen. Aus diesem Grund sollten Sie vor der Beantragung eines Kredites bereits alle wichtigen Unterlagen zur Hand haben und somit bereits die Kosten umfassend kalkulieren können. Bedenken Sie in jedem Fall, dass durch die ganzen Behördengänge, aber auch durch die Arbeit des Notars noch weitere Kosten entstehen können. Diese sollten Sie bei Ihrem Finanzierungswunsch mit einfließen lassen, um genügend Reserven für alle Eventualitäten zu haben.