Günstige Zinsen für die Baufinanzierung sichern

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Es ist längst nichts mehr Neues, dass das derzeitige Zinsniveau für Häuslbauer absolut günstig ist. Denn die Finanzkrise hat vermehrt dazu geführt, dass Banken und Sparkassen die Hypothekardarlehen mit verlockenden Konditionen anbieten. Das Zinsniveau liegt derzeit auf einem Niveau wie vor etwa drei Jahren. Damit finden Sie günstige Voraussetzungen, die Realisierung des Traumhauses in Angriff zu nehmen. Klar ist, dass Sie dabei unterschiedliche Kreditanbieter vergleichen sollten, denn bereits geringe Abweichungen der Zinshöhe können erhebliche Auswirkungen auf Ihre monatliche Belastung haben.

Richtige Tilgungshöhe ist entscheidend

Wirklich profitieren können Sie als Bauherr vor allem, wenn Sie einige Kriterien beachten. Dazu gehört unter anderem, die richtige Tilgungshöhe zu wählen. Statt der üblicherweise angebotenen Anfangstilgung von einem Prozent sollten Sie eine Höhe von mindestens zwei Prozent wählen. Dadurch verringert sich die gesamte Laufzeit Ihres Darlehens bereits erheblich und Sie sparen Zinskosten. Abgesehen davon sollten Sie auf die Zinsbindungszeit achten. Klar ist, dass diese bei hohen Zinsen relativ kurz sein sollte, während Sie bei günstigen Bauzinsen unbedingt so lange wie möglich gelten sollte. Hier sollten Sie auf eine Maximallaufzeit zwischen 15 und 20 Jahre achten. Damit sparen Sie zum Einen Kosten, zum anderen haben Sie aber auch Planungssicherheit und müssen immer den gleichen Ratenbetrag an die Bank zahlen.

Forward-Darlehen sichert Zinsniveau

Selbst wenn die Laufzeit für Ihren Kredit noch länger dauert, sollten Sie in der jetzigen günstigen Bauzinsphase bereits über eine Anschlussfinanzierung nachdenken. Denn mittels eines sogenannten Forward-Darlehens können Sie sich das aktuelle Zinsniveau bis zu 60 Monate im Voraus sichern. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass sich die Bank das quasi Einfrieren der Zinshöhe natürlich etwas kosten lässt. Üblich ist ein Zinsaufschlag zwischen 0,01 und 0,03 Prozent, der monatlich verrechnet wird. Klar ist, dass Sie dann vom Abschluss eines Forward-Darlehens profitieren, wenn das Zinsniveau zu Beginn der neuen Laufzeit auch tatsächlich steigt. Damit Sie sich hier entsprechend absichern, sollten Sie eine Kündigungsoption in den Finanzierungsvertrag einarbeiten lassen. Dieses ist wiederum mit einem – wenn auch – geringen Zinsaufschlag in der Höhe von bis zu 0,3 Prozent durchaus möglich.

Einige Grundsätze zu beachten

Um herauszufinden, ob der Abschluss eines Forward-Darlehens auch Sinn macht, sollten Sie eine realistische Beurteilung der zu erwartenden Zinsentwicklung zur Verfügung haben. Da es sich beim derzeitigen üblichen Zinssatz zur Baufinanzierung um einen tatsächlichen historischen Tiefststand handelt, ist davon auszugehen, dass die Zukunft einen Anstieg aufweisen wird. Deshalb sollten Sie sich am besten jetzt schon um ein Forward-Darlehen bemühen. Doch beachten Sie, dass ein sofortiger Ausstieg aus Ihrem laufenden Kreditvertrag meist mit einer sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung verbunden ist. Damit lässt sich die Bank den entgangenen Zinsgewinn entgelten. Achten Sie genau darauf, wie hoch diese ausfällt und stellen Sie sie den finanziellen Vorteilen des Forward-Darlehens gegenüber. Meist ist Erstgenannte um ein vielfaches höher als die Zinsersparnis der neuen Finanzierung. Auch wenn ein sofortiger Umstieg seitens der Banken verlockend dargestellt wird, sollten Sie sich das günstige Zinsniveau für die Anschlussfinanzierung aufheben und am besten gleich reservieren lassen ohne den derzeitigen Kredit zu beeinträchtigen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite und profitieren finanziell doppelt.