Förderprojekte der KfW nutzen

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Für den individuellen Hausbau können alle Bauherren unter bestimmten Bedingungen die Förderangebote der KfW nutzen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau legt in regelmäßigen Abständen neue Förderprogramme auf. Insbesondere die Energie sparenden Häuser werden nach eingehender Beratung durch fachlich qualifizierte Mitarbeiter der KfW mit günstigen Krediten gefördert.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde nach dem Krieg im Jahre 1948 in der BRD mit Sitz in Frankfurt gegründet. Gesetzliche Grundlage der KfW ist das Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau als Anstalt des öffentlichen Rechts. Das Bundesministerium der Finanzen hat die Rechtsaufsicht über die KfW und ihre Töchter. Zur Bankengruppe der KfW gehören auch die DEG, die FuB und die KfW IPEX-Bank. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist die größte nationale Förderbank der Welt. Sie wurde gegründet, um einen reibungslosen Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft in den Zonen der drei Westmächte, ab 1949 der BRD, zu ermöglichen. Gelder aus dem Europäischen Wiederaufbauprogramm, dem Marschallplan, finanzierten die KfW in den ersten Jahren nach der Gründung. Mit der Wiedervereinigung im Jahre 1989 ist die KfW wieder in den Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung in allen Bundesländern gerückt. 1994 übernahm die KfW auch die ehemalige Staatsbank der bereits aufgelösten DDR. Auch die KfW war von der großen Bankenkrise, die in den USA ihren Ursprung hatte, betroffen. Daher wurde im Jahre 2013 das Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau als Anstalt des öffentlichen Rechts geändert. Neben die Rechtsaufsicht des Bundesministers der Finanzen ist jetzt die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für bestimmte Fälle getreten, auch wenn die KfW ihre besondere Stellung als Förderbank für den wirtschaftlichen Wiederaufbau beibehalten hat. Vielen Bürgern ist die KfW in erster Linie als Bank für Existenzgründerdarlehen und als Bank für Förderprojekte im Bereich Hausbau bekannt.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat mehrere Programme zu den Themen Bauen, Wohnen und Energiesparen aufgelegt. In erster Linie basieren diese Programme auf einer Zukunftsvision, die sparsam mit den vorhandenen Ressourcen umgeht. Private Investitionen für Wohnungen und Häuser werden von der KfW unter sehr günstigen Bedingungen finanziert. Zu den Förderzwecken der KfW im Bauprogramm gehören die Errichtung von energieeffizienten Neubauten, die grundsätzliche Schaffung von Wohneigentum, die Modernisierung von vorhandenem Wohnraum, die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien sowie Photovoltaikanlagen und die grundlegende energetische Gebäudesanierung.

Die Programme für die Förderung eines Neubaus heißen

  • Energieeffizient Bauen: Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses
  • Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik: Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen
  • Erneuerbare Energien – Speicher: Strom aus Sonnenenergie erzeugen und speichern
  • KfW-Wohneigentumsprogramm: Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum
  • KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile: Finanzierung von Genossenschaftsanteilen zum Wohnen

Diese Programme laufen alle als kostengünstige Kredite mit einem effektiven Jahreszins von 0,75 bis 1,21 Prozent.

Für Bauherren ist insbesondere das Programm für den Bau eines KfW-Effizienzhaus von Interesse, da für diese Häuser ein Tilgungszuschuss gewährt werden kann. Gleichzeitig senken die Bauherren mit einem KfW-Effizienzhaus-Standard ihre Energiekosten. Der Wert dieser Häuser ist im Vergleich zu Bauten in herkömmlicher Bauweise wesentlich höher. Auch der Wohnkomfort überzeugt vom ersten Tag des Einzugs an. Bei diesen Krediten wächst der Tilgungszuschuss mit jeder Senkung des Energiebedarfs: Je weniger Energie ein Neubau verbrauchen wird, desto geringer wird die Summe, die an die KfW zurückgezahlt werden muss.

Derzeit werden von der KfW neue Wohnhäuser mit den KfW-Effizienzhaus-Standards 40, 55 und 70 antragsgemäß gefördert. Der Standard 40 erhält den höchsten Tilgungszuschuss. Der Standard wird nach dem Transmissionswärmeverlust und dem Jahresprimärenergiebedarf bemessen. Diese Begriffe finden sich auch in der EnEV, der Energieeinsparverordnung, wieder. Ausgehend von einem einfachen Haus, das die Kennzahl 100 besitzt, verbraucht ein KfW-Effizienzhaus 70 statt 100 Prozent nur 70 Prozent des durchschnittlichen Jahresprimärenergiebedarfs. Beim Bau oder Kauf eines KfW-Effizienzhaus 55 kann die Förderung durch die KfW bis zu 2.500 Euro Tilgungszuschuss betragen. Energie in diesem Rahmen wird durch den Einbau von Holzpellet- und Biomasseheizungen oder Wärmepumpen, einer Solaranlage für die Trinkwassererwärmung, einer hochwertigen Außenwanddämmung und einer modernen Dachdämmung sowie dem Einbau von Fenstern mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen gespart. Für alle Bauherren, die die Förderung in Anspruch nehmen möchten, stellt die KfW ihre Energieberater zur Verfügung. Diese hochqualifizierten Mitarbeiter der KfW beraten vor Ort und planen mit dem Bauherren gemeinsam. Diese Energieberater bestätigen auch die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen für das KfW-Effizienzhaus 40, 55 und 70. Nur mit der Bestätigung der Mitarbeiter der KfW kann der entsprechende Kreditantrag genehmigt und der Tilgungszuschuss bewillig werden. Die kompetenten Energieberater bleiben während der gesamten Bauphase an der Seite der Bauherren.

Pro Wohneinheit können bis zu 50.000 Euro Kredit bewilligt werden. Für Mehrfamilienhäuser kann dieser Betrag mehrfach in Anspruch genommen werden. Für Eigentumswohnungen gilt der Kredit einmalig. Dennoch kann dieses Programm mit vielen weiteren Programmen der KfW kombiniert werden. Bei einem Neubau kann die KfW die Bau- und Baunebenkosten und die Kosten für Beratung, Planung und Baubegleitung fördern. Grundsätzlich werden die Grundstückskosten nicht in die Förderung einbezogen. Wird eine Bestandsimmobilie gekauft, wird sie als Wohngebäude ebenfalls ohne Grundstück gefördert. Sogar die baurechtliche Umwidmung unbeheizter Nicht-Wohngebäude in Wohngebäude wird gefördert. Daher können Scheunen, Heuschober und viele andere landwirtschaftliche Gebäude schon bald gemütliche Wohngebäude sein. Beheizte Gewerbeflächen fallen unter das KfW-Sonderprogramm Energieeffizient Sanieren. Allerdings gibt es auch einige Wohnformen, die wie die Grundstücke nicht von der Förderung der KfW umfasst sind. Die nicht zum dauernden Wohnen bestimmten Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie eine Umschuldung bestehender Kredite, mit denen ein Energiehaus nach dem KfW-Standards 40, 55 oder 70 bereits erbaut wurde, und Nachfinanzierungen bereits begonnener oder abgeschlossener Vorhaben werden nicht gefördert. Daher müssen alle Bauherren immer vor dem Baubeginn und am besten noch vor der Planung die Beratung der KfW in Anspruch nehmen. Der Baubeginn sollte immer erst nach dem genehmigten Antrag des Kredites der KfW stattfinden. So kommen die Bauherren ganz sicher in den Genuss der niedrigen Zinsen für den Kredit und des Tilgungszuschusses.

In der Praxis stellen Bauherren vor Baubeginn mit Hilfe ihrer Hausbank oder eines anderen Kreditinstitutes ihres Vertrauens einen Antrag bei der KfW. Wie bei jedem anderen Kredit auch, gibt der Mitarbeiter der Hausbank eine Bewertung der Kreditwürdigkeit ab, die auch der KfW vorgelegt wird. Erfüllt der Antrag mitsamt dem Bauplan alle Kriterien für die Förderung durch die KfW, genehmigt diese den Kredit. Der Kredit wird von der Auszahlung bis zur letzten Tilgungsrate bequem über die Hausbank abgewickelt. Die Auszahlung des Kredits erfolgt mit 100 Prozent der Kreditsumme. Diese kann sofort oder in Teilbeträgen innerhalb 36 Monaten abgerufen werden. Ab dem 13. Monat wird eine Bereitstellungsprovision in Höhe von 0,25 % pro Monat für den noch abzurufenden Kredit fällig. Jeder Betrat muss spätestens nach drei Monaten entsprechend dem Antrag für das KfW-Energiehaus verwendet werden. In den ersten tilgungsfreien Jahren werden nur die monatlichen Zinsen fällig. Später werden Zins und Tilgung zusammen geleistet mit Ausnahme des endfälligen Darlehens. Während der ersten Zinsbindungsfrist, die in der Regel 10 Jahre dauern kann, darf der Kredit auch vollständig oder in Beträgen ab 1.000 Euro ohne zusätzliche Kosten getilgt werden. Die Bestätigung des Energieberaters muss nach Kauf oder Bau des KfW-Energiehauses innerhalb von 9 Monaten nach Auszahlung des gesamten Kreditbetrages bei der Hausbank vorgelegt werden. Dann wird der Tilgungszuschuss, der beim KfW-Effizienzhaus-Standard 40 bis zu 10 Prozent, also derzeit 5.000 Euro, betragen kann, dem Darlehenskonto zugeführt. Neben dem Programm Energieeffizient Bauen können Bauherren auch die von der KfW geförderten Kredite zum Thema Sonnenergie nutzen. Diese erneuerbaren Energien werden nicht nur direkt verwendet, sondern auch für die Tage, an denen die Sonne nicht scheint, gespeichert. Mit der KfW wird wohnen günstig.

Wertsteigerung durch Modernisierung
Das Niedrigenergiehaus: Teurer Bau – günstiges Wohnen

Weitere Informationen: www.kfw.de