Die beliebtesten Heizsysteme im Überblick

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Wenn Sie gerade dabei sind, ein Haus zu bauen, ist die Frage nach der geeigneten Heizung eine der wichtigsten, die es zu entscheiden gilt. Dabei sollten Sie unterschiedliche Überlegungen einbeziehen. Zum Einen ist heute schon abzusehen, dass die Ölreserven der Welt den großen Bedarf in Zukunft nicht mehr lange werden decken können. Zum Anderen geht es aber auch darum, dass Sie das kostengünstigste und gleichzeitig effektivste System für Ihr Haus finden. Die Auswahl der Heizsysteme ist groß, weshalb Sie im Vorfeld Ihre Ansprüche genau definieren und die passenden Optionen ausgiebig miteinander vergleichen sollten.

Gasbrennanlagen sind rentabel aber kaum kalkulierbar

Ob Ein- oder Zweifamilienhaus, mit einer Gasbrennwertheizung sind Sie durchaus gut beraten. Voraussetzung ist, dass Sie bereits über einen Gasanschluss verfügen. Haben Sie bei Ihrem Zuhause keinen eigenen Kellerraum, können Sie trotzdem auf dieses Heizsystem setzen. Denn es bietet in jedem Fall ein durchaus rentables Preis-Leistungs-Verhältnis und ist immer wieder erweiterbar. Im Klartext heißt dies, dass Sie eine Gasbrennwertheizung ohne weiteres mit regenerativen Heiztechniken wie etwa Solarwärme kombinieren können. Sollten Sie etwa Solarwärme für die Warmwasserbereitung nutzen möchten, können Sie diese heiztechnische Ergänzung mittels staatlicher Förderung kostengünstig umsetzen. Als Nachteil dieses Heizsystems gilt allerdings, dass die Zukunft kaum abwägbar ist, das bedeutet, dass die Kapazität des Brennstoffs ebenso wenig einschätzbar ist wie die langfristige Preisentwicklung.

Ölheizungen gelten als beliebtes Heizsystem

Wer kennt sie nicht? Die gute alte Ölheizung, die in vielen Wohnzimmern Deutschlands für kuschelige Wärme sorgt. Die Argumente, die für dieses Heizsystems sprechen, sind schnell dargelegt. Denn die Leistung kann mit modernen Heizsystemen ohne weiteres mithalten, zudem überzeugt sie durch Rentabilität. Klar ist allerdings, dass die Ölreservate weltweit nur mehr für knapp 40 Jahre sicher gestellt sind. Das schränkt nicht nur die Zukunftsperspektive dieser Heizform ein, sondern hat auch Auswirkungen auf die schlechte Einschätzbarkeit der Preisentwicklung. Defizite des fossilen Brennsystems sind außerdem, dass hierbei ein Kondensat frei gesetzt wird – außer Sie verwenden moderne Bio-Öle. Zudem benötigen Sie für diese Heizbrennwerttechnik spezielle Edelstahl- oder Kunststoffschornsteine und einen extra Raum für den Öltank im Haus.

Pelletsheizungen sind eine natürliche, aber kostenintensive Heizmethode

Immer wieder wird in diesen Tagen eine unabhängige Heizform propagiert. Diese können Sie in Form einer Pelletsheizung finden. Diese ist grundsätzlich durchaus umweltfreundlich und weist eine nahezu neutrale CO2-Bilanz auf. Außerdem ist diese Form der Energiegewinnung durchaus komfortabel, da sie vollautomatisch arbeitet. Klar ist allerdings, dass die Kosten für die Pellets selbst zwar günstig sind, doch sowohl die Anschaffungskosten als auch die Investition für den Nutzungsraum sind doch nicht zu unterschätzen. Abgesehen davon benötigen Sie einen eigenen Raum zur Aufstellung des Pelletskessels und einen eigenen Schornstein mit entsprechendem Abgasanschluss. Der entsprechende Aschebehältnis muss bis zu viermal im Jahr gereinigt werden.

Eine Wärmepumpe ist rentabel und effektiv

Wenn Sie komplett auf fossile Brennstoffe verzichten möchten, sollten Sie auf eine Wärmepumpe setzen. Dieses Heizsystem überzeugt dadurch, dass Sie weder einen eigenen Schornstein noch Lagerräume für die Brennstoffe benötigen. Klar ist allerdings, dass die Anschaffung durchaus kostenintensiv ist. Es gibt unterschiedliche Wärmepumpensysteme, die sich perfekt auf die Größe Ihres Hauses und die individuelle geographische Lage abstimmen lassen.