Dachausbau: Mehr Wohnraum – mehr Wert

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Ein leer stehendes Dachgeschoss ist in vielen Häusern vorhanden. Der Raum wird höchstens als praktische Abstellkammer verwendet, aber nicht wohnlich genutzt. Doch was, wenn Sie Ihren Wohnraum vergrößern möchten oder sogar müssen? Wenn beispielsweise die Kinder mehr Platz benötigen. Dann kommt praktisch nur ein Dachausbau in Frage. Dieser verursacht zwar Kosten, steigert in den meisten Fällen jedoch den Wert Ihrer Immobilie ungemein. Doch es gilt einiges zu beachten.

Förderungen für den Dachausbau – Was ist möglich

Der Ausbau Ihrer Dachfläche kann in vielen Fällen gefördert werden. Es gibt insgesamt mehr als 1100 verschiedene Fördermöglichkeiten in ganz Deutschland, mit denen ausschließlich der Dachausbau unterstützt werden kann. Dabei kann es sich sowohl um direkte, finanzielle Förderungen handeln, als auch um verbilligte und geförderte Kredite für den anstehenden Ausbau. Natürlich müssen für diese Fördergelder bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Da die meisten der Förderungen von den örtlichen Gemeinden und Kommunen stammen, können Sie sich am besten direkt vor Ort über die Modalitäten und Möglichkeiten informieren. Wichtig ist in jedem Fall der aktuelle Zustand Ihres Daches

Die Grundlagen: Wie ist die IST-Situation Ihres Daches

Zunächst einmal müssen Sie wissen, wie die bestehende Situation Ihres Daches ist. Ist dieses bereits beim Bau gedämmt worden? Ist die Höhe des Daches hoch genug um überhaupt als Wohnraum in Frage zu kommen? Haben Sie Dachfenster eingebaut oder nicht. Ist der Boden nach unten gedämmt? All diese Fragen sind wichtig, da diese über die Bewilligung einer Förderung entscheiden können. Je schlechter der IST-Zustand Ihres Daches ist, umso größer stehen die Chancen, dass Sie verschiedene Fördermittel bewilligt bekommen. Denn besonders die Dämmung des Daches, der Einbau von entsprechenden Fensterflächen und somit einer Verbesserung der Energieeffizienz Ihres Hauses wird in vielen Fällen bereits großzügig unterstützt.

Das Bauamt ist Ihr wichtigster Partner

Auch wenn nicht jeder Dachausbau genehmigt werden muss, so sollten Sie sich doch mit Ihren Plänen zunächst an das zuständige Bauamt wenden. Die dort arbeitenden Personen wissen in der Regel sehr genau, welche Ausbauten Sie ohne Genehmigung vornehmen dürfen und ab wann Sie beispielsweise neue Gutachten etc. einholen müssen. Denn bereits der Einbau einer Dachgaube ist in ganz Deutschland genehmigungs- und bewilligungspflichtig. Da sich die Bauvorschriften von Bundesland zu Bundesland ändern, müssen oder sollten Sie in jedem Fall mit dem Bauamt reden, ehe Sie den Umbau und Ausbau in Angriff nehmen.

Der Schornsteinfeger – ebenfalls ein wichtiger Ansprechpartner

Jede Veränderung des Wohnraums ist auch mit dem zuständigen Schornsteinfeger zu besprechen. Schließlich benötigen Sie auch in einem gut gedämmten und ausgebauten Dachgeschoss eine passende Heizung und entsprechende Anschlüsse. Eine kurze Begehung durch den Schornsteinfeger kann bereits viele Fragen umfassend beantworten.

Die Nachbarn informieren

Da sich durch einen Dachausbau in den meisten Fällen auch das Erscheinungsbild des Daches verändert, wenn beispielsweise große Fenster eingebaut werden, sollten Sie ihre direkten Nachbarn informieren und mit ihnen sprechen. Dies ist zwar nicht unbedingt rechtlich notwendig, kann aber böses Blut vermeiden. Schließlich sind Nachbarschaftsstreitigkeiten schon wegen deutlich geringerer Dinge ausgebrochen.

Wenn Sie bauen: Das Dachgeschoss direkt mit ausbauen?

Wenn Sie sich noch in der Planungsphase Ihres Baus befinden oder der Bau gerade erst begonnen hat, so stellt sich die Frage, ob Sie den Dachausbau nicht direkt mitmachen sollten. Dies ist klar zu empfehlen. Zum einen können Sie somit oftmals nochmal gute Förderungen mitnehmen, zum anderen steigt der Wert der Immobilie dadurch bereits spürbar an. Und dies bei einem verhältnismäßig geringen Aufwand.